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Batterien und Akkus

Gute Batterien sind entscheidend, das Beste aus deiner Taschenlampe herauszuholen. Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen wiederaufladbaren Akkus und Batterien für den einmaligen Gebrauch. Wiederaufladbare Akkus sind bei häufiger Nutzung günstiger und besser für die Umwelt, haben jedoch auch einige Nachteile gegenüber normalen Batterien. Wir wollen einmal die Vor- und Nachteile der Batterie-Typen gegenüberstellen.

Überblick der Vor- und Nachteile von Einwegbatterien

Einwegbatterien sind typischerweise als Alkali-Mangan-Zelle (Alkaline) oder Lithium-Zelle erhältlich. Bei beiden Einwegartikeln besteht der größte Vorteil darin, dass sie fast überall in allen Standardgrößen (AAA, AA, C und D) erhältlich sind. Die Nachteile der Alkaline-Mangan-Zelle besteht in ihrer mittelmäßigen Kapazität und ihrer begrenzten Lebensdauer von einigen Jahren.

Lithium-Zellen haben eine deutlich längere Haltbarkeit von bis zu einem Jahrzehnt, sind leichter und leistungsfähiger, jedoch auch teurer als ihr Alkali-Mangan Pendant. Wir finden diesen Batterietyp vor allem in Knopfzellen und als Energiespeicher im professionellen Bereich. Die Lithium-Zelle darf nicht mit dem Lithium-Ionen-Akkumulator verwechselt werden. Letzterer Typ ist neben anderen gravierenden Unterschieden wiederaufladbar.

Wiederaufladbare Batterien

Bei Taschenlampen finden wir fast nur den Li-Ionen-Akkumulator als wiederaufladbare Zelle. Dieser Batterietyp ist der ideale Partner für hochwertige LED-Taschenlampen, denn der Lithium-Ionen-Akku ist leistungsstark, langlebig, häufig wiederverwendbar und verursacht weniger Müll auf Abfalldeponien. Die größten Nachteile der in Spezialgrößen erhältlichen Akkus sind der hohe Anschaffungspreis und das erforderliche spezielle Ladegerät.

Da manche Taschenlampen für Li-Ionen Akkus eine interne Ladebuchse haben, musst du in diesen Fällen nicht unbedingt ein speziellen Ladegerät kaufen. Auf längere Sicht ist das jedoch sinnvoll, da die interne Ladeelektronik einer Taschenlampe nicht so effizient und schonend arbeitet, wie ein echtes Ladegerät.

NiMH-Akkus bei Taschenlampen

Neben Lithium-Ionen Akkus gibt es noch einen weiteren bekannten Akku-Vertreter. Den Nickel-Metallhydrid-Akku oder kurz NiMH-Akku. Dieser Akku ist aufgrund seiner theoretischen Austauschbarkeit mit normalen Einwegbatterien bekannt, denn es gibt ihn in den bekannten Größen AA, AAA, C oder D zu kaufen.

Für Taschenlampen ist er jedoch nicht geeignet, da seine Spannung (Volt) geringer als bei Batterien ist und moderne Taschenlampen darauf nicht immer wie gewünscht reagieren. Im besten Fall erreicht die Taschenlampe nicht ihre volle Helligkeit, es kann aber auch sein, dass die Taschenlampe wesentlich kürzer leuchtet oder erst gar nicht angeschaltet werden kann.

Akku-Selbstentladung kann zu einem Problem werden

Ein weiterer Nachteil aller Akkus ist ihre Selbstentladung und damit begrenzte Lebensdauer von wenigen Monaten bei Nichtgebrauch. Du musst damit rechnen, dass deine Lithium-Ionen Taschenlampe im Handschuhfach deines Autos genau dann nicht leuchten wird, wenn du sie nach einigen Monaten bei einer Panne benötigen würdest. In der Disziplin Lebensdauer sind Einwegbatterien, vor allem die Lithium-Zellen unschlagbar.

Typ und Größe von Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen Akkus werden mit fünf Zahlen beschrieben, beispielsweise 16340, 18650 oder 21700; dabei beschreiben die ersten beiden Zahlen der Durchmesser, die folgenden beiden Zahlen die Länge in Millimetern.

E-Zigaretten Markt vergrößert die Verfügbarkeit

In den letzten Jahren hat sich die Verfügbarkeit dieses Akku-Typs im allgemeinen jedoch sehr verbessert, denn neben Taschenlampen gibt es noch ein weiteres elektronisches Gerät, das diesen Akku-Typ benutzt - E-Zigaretten. Die Gründe sind dieselben: Viel Leistung und gute Wiederverwendbarkeit. Somit finden sich inzwischen in jeder Stadt unzählige "Dampfershops", welche Akkus und Ladegeräte dieser Art in allen denkbaren Ausführungen in ihrem Sortiment führen.

Achtung: Es gibt Hersteller, die zwar einen typischen Lithium-Ionen Akku verbauen, diesen aber geringfügig modifizieren, damit die Ladenfunktion der Taschenlampe funktioniert. Du solltest dich bei diesen Modellen genau informieren, ein normaler Lithium-Ionen oder ein modifizierter Akku verbaut ist. In der Regel funktionieren die normalen Akkus trotzdem, können dann aber nicht mit der Ladefunktion der Taschenlampe geladen werden.

Spezielle Bauformen und Ihre Nachteile

Es sind auch einige Taschenlampen mit Akkus in Spezialformen erhältlich. Diese Akkus müssen in der Regel entweder durch ein mitgeliefertes Ladegerät oder durch Anschließen der Taschenlampe an eine Steckdose aufgeladen werden. Das kann insgesamt sehr unpraktisch sein, vor allem wenn es schnell gehen muss, da leere Akkus nicht einfach ausgetauscht werden können. Ein weiterer Nachteil ist, dass diese Akkus eine gewisse Lebensdauer bzw. Anzahl an Ladevorgängen haben, bis ihre Kapazität stark nachlässt. In diesem Fall ist ein Ersatz nicht so einfach aufzutreiben wie bei einem gängigen Lithium-Ionen-Akku wie 18650 oder 26650.

Laufzeit und Größe

Ein weiter wichtiger Aspekt ist die Größe der Akkus bzw. Batterien. Du solltest die für dich notwendige Laufzeit in etwa abschätzen, um die entsprechend notwendige Akkulaufzeit zu ermitteln. Willst du beispielsweise öfter längere Wanderungen unternehmen und benötigst mehrere Stunden Licht, ist der Kauf eines Modells mit großen Batterien sinnvoll. Ist die Taschenlampe nur vorübergehend beim Hundespaziergang in Betrieb, ist der Kauf eines kleineren Modells wahrscheinlich sinnvoller. Kleinere Taschenlampen sind handlicher und leichter, insgesamt weniger störend und können leicht in der Kleidung verstaut werden. Außerdem sind kleinere Produkte in der Regel günstiger.

Fazit

Eine Notfall-Taschenlampe, die auch nach mehreren Jahren Nichtgebrauch zuverlässig leuchtet, sollte ein Modell mit Batterien sein und bestenfalls mit Lithium-Zellen bestückt werden. Alle Akkus entladen sich auch bei Nichtgebrauch ständig und sind nach einigen Monaten unbenutzbar, Lithium-Zellen bleiben viele Jahren einsatzfähig.

Wenn du deine Taschenlampe häufig nutzen möchtest, ist ein Produkt mit Lithium-Ionen-Akkus die beste Wahl. Bei längerem bzw. häufigem Gebrauch amortisieren sich die hohen Anschaffungskosten für die Akkus und das spezielle Ladegerät. Ein weiterer Vorteil ist, dass du weniger Batterien nachkaufen musst. Das schont die Umwelt und dein Budget.

Wir können nicht empfehlen, eine Taschenlampe, die für die Verwendung von Einwegbatterien in Form von Alkali-Mangan-Zellen gedacht ist mit NiMH-Akkus zu betreiben. Die Akkus werden zwar in die Taschenlampe passen, aber die geringere Spannung und Kapazität der Akkus wird dazu führen, dass deine Taschenlampe dunkler und kürzer leuchtet oder überhaupt nicht angeschaltet werden kann.