Batterien oder Akkus für Taschenleuchten

Der passende Zellentyp ist ein sehr wichtiges Thema bei allen Leuchten, welche klassische Haushaltsbatterien verwenden, also die Typen AAA bis D bzw. Mini bis Mono. Diese Typen gibt es als nicht wiederaufladbaren Energiespeicher (Batterie) und in einer wiederaufladbaren Variante (Akku). Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Typen nicht, sie sind gleich groß und gleich schwer, dennoch gibt es einige gravierende Unterschiede. Aus diesem Grund können Batterien und Akkus nicht immer beliebig ausgetauscht werden. Vor allem dann nicht, wenn sie Hochleistungsgeräte wie LED-Taschenlampen versorgen sollen.

Unterschiede zwischen Batterien und Akkus

Akkus haben weniger Spannung als Batterien

Der markanteste Unterschied ist die elektrische Spannung der Zellen. Sie beträgt bei gewöhnlichen Haushaltsbatterien 1,5 Volt, bei Akkus 1,2 Volt also 20 Prozent weniger. Das hört sich erst einmal nicht so schlimm an, doch bei hintereinander geschalteten Batterien wird die Spannung addiert. Das bedeutet, dass die Gesamtspannung bei vier Batterien von 6 Volt auf 4,8 Volt fällt.

Außerdem ist wichtig zu wissen, dass die Spannung ebenfalls fällt, wenn die Batterie oder Akku leer wird. Aus diesem Grund kann es sein, dass eine LED-Taschenlampe einfach nicht leuchtet, wenn sie mit Akkus betrieben wird, da die Elektronik der Leuchte dies unterbindet.

Akkus sind weniger stark belastbar als Batterien

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass Batterien im direkten Vergleich größere Energiemengen abgeben können. Auch das kann ein Grund sein, dass die Taschenlampe nicht leuchtet, weil die Leuchte zu viel Energie anfordert und der Akku diese nicht liefern kann.

Akkus enthalten weniger Energie als Batterien

Der dritte wichtige Unterschied ist, dass Batterien mehr Energie enthalten. Die Brenndauer ist länger als im Betrieb mit Akkus.

Akkus entladen sich selbst stärker als Batterien

Je nach chemischer Zusammensetzung gibt es zwar gravierende Unterschiede der verschiedenen Energielieferanten, doch generell entladen sich auch bei Nichtgebrauch Batterien und Akkus ständig selbst. Bei Batterien dauert dieser Prozess jedoch wesentlich länger.

Zusammenfassend lässt sich vereinfacht sagen, dass Batterien mehr und länger Energie liefern können als vergleichbar große Akkus. Letztere haben jedoch den riesigen Vorteil, dass sie wiederverwendbar sind.

Herstellerangaben beachten

Viele Hersteller untersagen den Betrieb mit Akkus, wenn die Taschenleuchte nicht explizit darauf ausgelegt wurde. Die Herstellerangaben sind immer zu beachten. Einfach Akkus in eine Leuchte einzusetzen, die für den Betrieb mit Batterien gedacht ist, kann zwar funktionieren, wird aber in jedem Fall zu verminderter Laufzeit und Lichtausbeute führen. Ein weiteres Risiko ist, dass die hohen Energie-Anforderungen den Akku oder die Taschenleuchte beschädigen können.

Fazit

Wer seine Taschenleuchte täglich und ausgiebig benutzt, weil er beispielsweise mit dem Hund gassi geht, sollte eher zu einem Modell greifen, das explizit für den Akkubetrieb zugelassen wurde. Der höhere Preis für Akkus amortisiert sich nach wenigen Ladezyklen und die Umwelt wird durch die Verwendung von Akkus geschont.

Batteriebetriebene Taschenlampen haben den Vorteil, dass sie länger einsatzbereit bleiben, da sich Batterien nicht selbst entladen. Sie können bei gleicher Größe in der Regel auch länger und heller leuchten. Daher sind batteriebetriebene Taschenleuchten eher etwas für den gelegentlichen Einsatz, beispielsweise im Haushalt, im Kofferraum oder in der Garage.