Welche Akkus oder Batterien werden benötigt

Wer sich eine Weile mit LED-Taschenlampen beschäftigt hat, wird bemerkt haben, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte gibt, was die Energieversorgung angeht. Wir wollen die Wichtigsten in diesem Ratgeber zusammenfassen.

Zunächst stellt sich die Frage, ob Batterien oder Akkus zum Einsatz kommen sollen. Batterien sind zunächst die günstigere Variante und sie haben auch noch weitere Vorteile wie die bessere Energiedichte und die längere Lagerzeit, doch Akkus sind ihrerseits deutlich besser für die Umwelt und wiederverwendbar. Um die Frage zu beantworten, muss jeder daher für sich entscheiden, ob er die Taschenleuchte häufig und für längere Zeit benötigt, beispielsweise beim Wandern oder Angeln oder ob die Leuchte eher als Hilfe in speziellen Situationen gebraucht wird, beispielsweise in der Garage zum Suchen von Kleinteilen.

Als Faustregel gilt: Benutzt du die Leuchte häufig und in regelmäßigen Intervallen sind Akkus die beste Wahl, wird die Leuchte nur hin und wieder verwendet, nimm Batterien.

Akkus

Die gängigen Akkus für Taschenleuchten lassen sich in zwei große Gruppen einteilen. Das sind die Lithium-Ionen Akkus, die auch in E-Zigaretten, E-Autos und Smartphones verwendet werden und die Nickel-Metallhydrid Akkus, die vor allem in der Unterhaltungselektronik, Spielzeugen und sonstigen Elektroartikeln verwendet werden. Wir stellen beide Typen vor.

Lithium-Ionen Akkus

Dieser leistungsfähige Akkutyp weist eine enorme Energiedichte auf. Daher wird er gerne in Smartphones, Laptops, E-Autos und allen anderen Dingen eingebaut, wenn viel Energie auf kleinem Raum benötigt wird. Da die Nennspannung dieses Akkus bei 3,6 bis 3,7 Volt liegt, eignet er sich nicht als Ersatz für Batterien (1,5 Volt) oder NiMH-Akkus (1,2 Volt), obwohl es ihn in passenden Bauformen gibt.

Kommen wir zu den Bezeichnungen der Akkus. Diese werden durch ihre physische Größe bestimmt und bestehen aus fünf Zahlen, beispielsweise 18650. Die ersten zwei Zahlen bestimmten dabei den Durchmesser, die folgenden beiden die Länge in Millimeter. Die letzte 0 beschreibt die Bauform und kann praktisch ignoriert werden. In unserem Beispiel ist der 18650er Li-Ion 65 Millimeter lang und misst 18 Millimeter im Durchmesser.

Taschenleuchten mit diesem Akkutyp sind in der Regel Hochleistungsleuchten mit entsprechend beeindruckenden Leistungsdaten. Bitte beachtet, dass vor allem der Lithium Ionen Akku sehr empfindlich auf Temperatureinflüsse reagiert. Er mag keine hohen und niedrigen Temperaturen, der ideale Temperaturbereich liegt zwischen +5 und +35 Grad Celsius. Außerdem darf er nur in speziellen für diesen Akkutyp vorgesehenen Ladestationen geladen werden.

Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus

Dieser bekannte Typ wird gerne als Ersatz für normale Haushalts-Batterien (Mignon, Mini bzw. AAA- oder AA-Zelle) verwendet. Für LED-Leuchten eignet er sich jedoch nur, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Der Grund ist die geringere Spannung und Energiedichte sowie die geringere Stromfestigkeit. Hochleistungsleuchten können sehr energiehungrig sein und NiMH-Akkus schlichtweg überlasten. Die Folge kann sein, dass die Leuchte entweder gar nicht angeschaltet werden kann oder der Akku beziehungsweise die Leuchte in Betrieb beschädigt wird. Sollte es dennoch funktionieren, wird die Laufzeit und Helligkeit nicht mit dem Batteriebetrieb vergleichbar sein.

Batterien

Batterien sind als große Umweltsünder bekannt doch sie haben auch Vorteile. Dazu zählt die höhere Energiekapazität und die längere Haltbarkeit. Vor allem bei Taschenlampen, die nicht häufig benötigt werden, ist die lange Haltbarkeit ein unschlagbarer Vorteil. Akkus entladen sich selbst wesentlich schneller. In einer LED-Taschenlampe kann die Batterie ihre weiteren Vorteile voll ausspielen. Sie leuchtet länger und heller als im Akkubetrieb. Außerdem sind Batterien, vor allem in größeren Stückzahlen gekauft, zunächst günstiger als Akkus. Abhängig vom Nutzerprofil kann es sehr lange dauern, bis sich Akkus und das Ladegerät amortisieren.

Haushaltsbatterien

Wir kennen sie alle von Kindestagen an, sie finden sich in einer Vielzahl elektronischer Geräte. Uhren, Fernbedienungen, Spielzeuge - die klassische Haushaltsbatterie. Für die meisten Taschenlampen ist sie in der Größe AA (Mignon) und AAA (Micro) relevant. Dieser Batterietyp ist so bekannt, dass es sie sogar für Konsumenten in großen Stückzahlen zu kaufen gibt. In Betrieb mit Hochleistungs-Taschenleuchten sollten auf jeden Fall Batterien namenhafter Hersteller verwendet werden, die Gefahr des Auslaufens und folgender Beschädigung der Leuchte ist sehr groß bei Noname-Herstellern.

CR123

Neben den sehr bekannten Haushaltsbatterien gibt es auch exotischere Vertreter im Taschenleuchten-Umfeld. Dazu gehört vor allem die CR123-Zelle, auch als Fotobatterie bekannt. Diese Zelle liefert 3V und wurde speziell für Hochleistungsanwendungen entwickelt. Taschenleuchten-Hersteller schaffen mit diesen Zellen eine beeindruckende Helligkeit auf kleinstem Raum. Leider ist die Laufzeit in der Regel nicht besonders gut. Da die Zelle bei 3 Volt viel Energie abgeben kann, wird sie auch schnell leer, wenn die Taschenleuchte beispielsweise mit 1000 Lumen im Turbomodus leuchtet. Außerdem ist die Zelle ist recht teuer in der Anschaffung und nicht überall erhältlich.

Knopfzellen

Dieser Batterietyp wird von einigen Herstellern für Schlüsselbundleuchten verwendet. Der Grund ist der geringe Platzbedarf, die Nachteile sind der hohe Anschaffungspreis und auch die eher beschränkte Verfügbarkeit. Wer eine Leuchte mit diesem Batterietyp betreibt, will das Licht in der Regel nur wenige Sekunden am Tag nutzen. Diese Leuchten sind nicht für den dauerhaften Betrieb gedacht.